Okt 25 2011

Biowein

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Bioweine werden ökologisch angebaut, dabei wird das Ökosystem in besonderer Weise geschützt. Der Weinanbau wird ganzheitlich innerhalb des ökologischen Systems betrachtet, damit es intakt bleibt und die Bodenfruchtbarkeit erhalten werden kann. Der entstehende Wein ist zwar nicht weinrechtlich geschützt, wird aber entsprechend der EU-Bioverordnung zertifiziert.

Wodurch unterscheiden sich Bioweine von herkömmlichen Weinen?

Da Weinreben anfällig für Pilz- und Insektenbefall sind, werden bei herkömmlichen Weinen chemische Pflanzenschutzmittel während des Anbaus verwendet. Die Spuren dieser Fungizide, Insektizide und Herbizide finden sich im Endprodukt, dem Wein. Beim Biowein wird auf synthetische, chemische Pflanzenschutzmittel vollständig verzichtet. Als Alternative pflanzen die Winzer Reben an, die eine besondere Widerstandsfähigkeit gegen Schädlingsbefall aufweisen. Diese Widerstandsfähigkeit wird durch Züchtung erreicht. Dennoch werden auch für Biowein Pflanzenschutzmittel eingesetzt, diese beruhen jedoch auf rein natürlicher Basis wie Kupfer, Extrakten aus Gesteinsmehl oder aus Quassiaholz. Daneben wird beim biologischen Anbau von Wein die Polykultur gegenüber der herkömmlichen Monokultur beim Weinbau gefördert. Hierzu werden zusätzlich zum Wein Pflanzen wie Klatschmohn, Gelbklee oder Phacelia zwischen die Reben gesät, auch Mischungen aus Gräsern und Leguminosen, die Bienen anlocken und den Boden mit Stickstoff anreichern. Pflanzen wie Hafer und Senf dienen der zusätzlichen Schädlingsbekämpfung. Genmanipulierte Reben werden im biologischen Weinanbau grundsätzlich nicht eingesetzt. Der schonende Anbau fördert grundsätzlich die Gesundheit der Rebstöcke, hinzu kommen schonende Methoden bei der Weinlese und der Kelterung. Die Konzentration von Gerbstoffen und Sekundäraromen wird gering gehalten, Verfahren wie das Klären und Stabilisieren mit Metaweinsäure, Rinderblut oder Gelatine werden vermieden.Die Reifung und Lagerung findet in traditionellen Holzfässern statt. Das schlägt sich auch im natürlicheren Geschmack des Bioweins nieder.

Die Erträge aus biologischem Weinanbau sind geringer als bei herkömmlichem Wein, daher ist Biowein häufig etwas teurer.

Wie kann der Verbraucher Bio-Weine im Supermarkt erkennen?

Bio-Wein wird mit dem Bio-Siegel, dem EU-Biosiegel oder beiden Siegeln versehen. Das Siegel ist durch ein Nummernsystem aufgebaut, das mit dem Ländercode (für Deutschland DE), danach dem Wort ÖKO und nachfolgend einer zwei- oder dreistelligen Zahl (je nach Land, für Deutschland dreistellig) versehen ist, also zum Beispiel DE-ÖKO-089. Das Zertifikat ist grün und sechseckig mit dem Wort “Bio”.

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