Aug 04 2011

Österreichische Weine im Portrait

Published by at 16:00 under Weine aus Österreich

Österreichischer Wein gilt unter Kennern als Rarität, die man auf jeder guten Weinkarte findet, auch wenn das Phänomen noch einiger Erklärungen bedarf. Viele Faktoren spielen zusammen, um aus guten Böden, einem ausgewogenen Klima und traditionellen Methoden einen herausragenden Wein entstehen zu lassen. In Österreich gehört all das zum gelebten Alltag.

Beste Voraussetzungen für Authentizität

Typische Rebsorten Österreichs gibt es nur dort, hinzu kommt das einzigartige Klima des Alpenlandes. Das verleiht den Weinen unter anderem ihren Charakter. In den letzten Jahren wurde bei den österreichischen Winzern eine Wandlung zu sehr modernen Keltermethoden vollzogen, die mit den alten Traditionen verknüpft wurden. Das hatte Qualitätssprünge zur Folge, die den vielfältigen Weinen aus Österreich ihren heutigen Status verschafften. Und die Vielfalt ist sehr groß, kräftvolle, monumentale Weißweine sind ebenso zu finden wie leichte und spritzige Sorten, fruchtige, langlebige Rotweine und gehaltvolle Süßweine. Als Speisenbegleiter ist österreichischer Wein nahezu unübertroffen, er ist ebenso genussvoll wie appetitanregend. Vermutlich liegt es an seiner Herkunft, dem Terroir, das Fachleute als eine Mischung aus Boden, Klima, Bewirtschaftungsart und Ausbau bestimmen. Es gewinnt immer größere Bedeutung für die Identifikation von Regionen und ihren Besonderheiten. Richtig messbar ist das Terroir nicht, Weinkenner jedoch spüren und lieben es. Der Wein erzählt von seiner Herkunft, die in sich Österreich anders, romanisch, herleitet als nach der germanischen Bewertung von Traubenmost nach Zuckergraden. Diese Herkunftstypizität erlebt heute wieder eine große Renaissance. Gerade weil Technologien sich international ausbreiten und Weine wie alle übrigen Nahrungsmittel zu vereinheitlichen drohen, wird die vinologischen Zuordnung zu einer Region immer wichtiger. Diese hat ihre ganz bestimmte Spezifik: Ihre Lage über dem Meeresspiegel, die Neigungsrichtung und der Winkel, ihr Mikro- und Makroklima, den Boden und die Sortenwahl der Weine.

Die Symbole österreichischer Weinkategorien

Einige einzigartige österreichische Voraussetzungen verliehen dem Wein seine Kategorisierung: In der einzigartigen Fauna und Flora der Wachau wurden Smaragdeidechse und Steinfeder zu Symbolen des Weines. Für den Wein der sonnseitigen Rebhänge des Kamptales ist es der Heiligenstein, im Südburgenland der Eisenberg. Das Klima in Österreich erzeugt die große Vielfalt der Weine. Im Nordosten ist es eher trocken und warm, im Südosten warm-feucht. Die großen Temperaturunterschiede bedingen das ausgeprägte Aroma der Weine. Die berühmtesten Rebsorten sind bei den Weißweinen den Grüne Veltiner, Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Muskat-Ottonel, bei den Rotweinen der Zweigelt, Blauburger und Blauer Wildbacher. Bei den Weinanbaugebieten unterscheidet man zwischen dem Burgenland, der Steiermark und Niederösterreich, die als eigene Gebiete definiert sind, und 16 weiteren Gebieten inklusive Wien.

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